Archiv der Hansestadt Lübeck

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Tektonik: 01 Regierung und Volksvertretung bis 1937
.Bestand: 01.4 - Arbeiter- und Soldatenrat Lübeck


Zeitraum von: 1918
Zeitraum bis: 1919
Inhalt: Aufbau, Geschäftsbetrieb, Schriftwechsel, Aufrufe, Verordnungen, Kassensachen
Erschließungszustand/Umfang: Ablieferungsverzeichnis (1926)
0,1 lfm
Verwandte Bestände: 1.2 Neues Senatsarchiv
Literaturhinweis: Harri Rusch, Lübeck in der deutschen Revolution. November 1918 bis zur Einführung der neuen Verfassung im März 1919. o.O. 1960; Anna Maria Kraus, Die Novemberrevolution in Lübeck. Kiel 1974; Andreas Teska, Die Revolution von 1918/1919 in Lübeck. Hamburg 1988
Verwaltungsgeschichte: Am 5. Nov. 1918 abends bildete sich aus Matrosen der in Kiel stationierten Flotte und Soldaten der Lübecker Garnison im Gewerkschaftshaus der Soldatenrat, am 6. November gründeten Arbeiter und Arbeiterinnen auf einer Versammlung einen Arbeiterrat! Am 9. November schlossen sich der Arbeiterrat mit dem Soldatenrat zum Arbeiter- und Soldatenrat zusammen, wobei der Arbeiterrat von den elf Mitgliedern acht stellte. Vertreter des Arbeiter- und Soldatenrats nahmen fortan an den Sitzungen des Senats und der Behörden teil. Nachdem die revolutionären Forderungen (Achtstundentag, Amnestie, Umgestaltung des Bürgerschaftswahlrechts, Aufnahme von Sozialdemokraten in den Senat) erfüllt waren, wurde der Arbeiterrat wenige Tage vor dem Kapp-Putsch aufgelöst; der Soldatenrat hatte sich bereits am 1. April 1919 in aller Stille aufgelöst.

Die wenigen Archivalien wurden im Jahre 1926 von der Witwe des 1926 verstorbenen Senators William Bromme dem damaligen Staatsarchiv übergeben.




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