Archiv der Hansestadt Lübeck

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Tektonik: 03 Behörden bis 1937
. 03.02 Gerichte und Rechtspflege
.. 03.02-1 Gerichte bis 1879
... 03.02-1.3 Gerichte 3. Instanz
....Bestand: 03.02-1.3/1 - Reichskammergericht


Datierung: 1555 - 1601
1.1 Signatur AHL: S 045
1.2 Signatur Generalrepertorium: S 3045
2. Kläger; Antragsteller; Nebenkläger beim RKG: Heinrich Schepenstede, Bürger zu Lübeck, namens seiner Frau Anne, geb. Witte, Witwe des Hans Schepenstede, Bürger zu Lübeck (Kläger vor dem Obergericht) und als Neben-
kläger und "Nachzitierte" Hans Spangenberg, Ratsherr zu Lübeck, Hertog Holtscho, Hans
von Elpen, Heinrich Köhler, Hieronymus Pakebusch, Hans Semer und Paul Rönnefeld in Lübeck als Erben, bzw. Vormünder der Erben des Cord Moller, Kaufmann in Lübeck, später auch Dietrich Gude, Bürgermeister zu Salzwedel, Hans Glumer und Gerske Sche-
penstede in Braunschweig als Erben des Tiele Schepenstede in Braunschweig und Si-
mon Hennings und Hans Bruns als Erben des Maklers Andreas Witte in Lübeck
3. Beklagter; Antragsgegner; Nebenbeklagter: Gotthard und Nicolaus von Höveln, Gottschalk von Stiten, Hermann Klever und Dietrich Kerkring als Erben des Gotthard von Höveln, Ratsherr der Stadt Lübeck (Beklagter vor dem Obergericht)
4. Prokuratoren: Kläger und Nebenkläger: Christoph Behem, Dr. (1576)
Sebastian Linck, Dr. (1582)
Johann Conrad Streitter, Lic. (1586), und
Martin Haugk, Lic. (1588)
Beklagter: Johann Stöckle, Dr. (1576)
Johann Gödelmann, Dr. (1591)
5. Streitgegenstand: Appellationis, nunc (1585 et 1586) denunciatorialium litis (primarum et secundarum), citationis ad videndum procedi et citationis "auf die Acht" nunc (1589) citationis ad reassumendum, nunc
(1598) citationis ad reassumendum per edictum;
Streit um eine Forderung von 4720 Mark lübisch aus der Verwaltung des Testaments des Hans Schepenstede, Bürger zu Lübeck, durch den Ratsherrn Gotthard von Höveln; Behauptung des Heinrich Schepenstede, daß diese Forderung durch den Vergleich zwischen den Parteien nicht erfaßt sei; Forderung der Erben des Gotthard von Höveln, daß auch die Erben der Mit-Testamentsvollstrecker Cord Moller, Andreas Witte und Tiele Schepenstede zur Rechnungslegung zitiert werden müßten
6. Instanzen: 1. Obergericht 1564-1575
2. Reichskammergericht 1576-1601
7. Darin: Aktenstück aus einem Prozeß gegen Heinrich Schepenstede 1555 in Antwerpen, Urteil des Kon-
sistorialgerichts in Lübeck über die von den Testamentsvollstreckern des Hans Schepenstede bestrittene Zulässigkeit der Ehe zwischen Heinrich Schepenstede und der Witwe des Hans Schepenstede, Vergleich zwischen Heinrich und Gerd Schepenstede1567, Aktenstücke aus Prozessen um Pfändungen gegen Heinrich Schepenstede, um seine Inhaftierung (u.a. eine "Schluß-Verbürgung") und um seine Flucht aus der Stadt aus den Jahren 1580-1590, Vergleich des Heinrich Schepenstede 1590 mit Jürgen Eckhardt auf Glienicke in der Mark Brandenburg u.a. über eine Obligation von 500 Talern sowie Auszüge aus "Lehenbriefen" von Mitgliedern adliger Familien und des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg über Einkünfte des Heinrich Schepenstede aus Grundbesitz, Zehnten- und Rentengeldern (z.T. o.J.; Q 46, Q 70, Q 89, Q 93-95, Q 97);
Testament des Hans Schepenstede, 1557 vom Rat bestätigt, mit Zusätzen des Erblassers, verzeichnet im Hauptbuch des Jasper vom Lande 1557 (Q 90; Acta priora, o.Bl., nach dem Urteil vom 13.9. 1572);
Abrechnungen der Testamentsvollstrecker des Hans Schepenstede aus den Jahren 1557-1571,
mit ausführlichen Angaben über das Warenlager des Erblassers, über seine Geschäfte mit seinen Gesellschaftern Cord Moller und Jürgen Gerdau, über Schulden und Gläubiger, über seinen Immobilienbesitz, Garten und Schiffs-Part, sowie über seine Gold- und Silbersachen (Q 20, Q 86, Q 107; Acta priora und Kommissionbericht, passim);
Commssions-Vergleich zur Beendigung des Prozesses des Andreas Witte gegen Heinrich Schepenstede 1562, auch eine Quittung des Simon Hennings 1570 über den Empfang des Brautschatzes seiner Frau Windel, Tochter des Andreas Witte, sowie ein Commssions-Vergleich von 1573 zwischen den Parteien und eine entsprechende Quittung von 1574 (Q 18, Q 37, Q 99);
Kommissionsbericht von 1582 des Bartholomäus Kekermann und Jodocus von Beren, Domherren zu Lübeck (o.Q., praes. 31.5. 1591);
"Genealogia" der Nachkommen des Theodor Brömse und Marquard Salige (Kommissionsbericht, o. Bl., Beilage P)
8.1 Umfang (cm): 24




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